Heute hat es geschneit, hier ein bisserl auf Höhenlage sind es so 10cm. Unangenehm ist es draussen, matschig und nass. Genau wie die Wirtschaftslage, leicht über den Gefrierpunkt. Wenn dann mag ich richtig Winter, wenn der Schnee mit jedem Schritt knirscht. Ich freu mich schon darauf. Weniger Spass machen mir die frostigen Aussichten was die volkswirtschaftliche Entwicklung angeht, obwohl ich mich dahingehend als
relativ gut vorbereitet betrachte.
Inzwischen hat unsere Regierung ihre perfide Beruhigungstaktik aufgegeben, die sie seit Mitte Oktober gefahren hat und die Bevölkerung schon einmal auf eisige Zeiten vorbereitet. Ich befürchte, die Botschaft ist bei der Mehrheit immer noch nicht angekommen, besonders bei meinen besonderen Freunden, den WebZwoNullen, die immer noch ganz saftig auf
Werbung als Geschäftsmodell setzen.
Und hier bin ich beim Punkt. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) steigender Zugriffs- / Besucher- / Mitgliederzahlen in der VZ-Gruppe (Studi, Schüler, MeinVZ) will sich kein wirklicher Gewinn einstellen. Angeblichen 10 Mio. Euro Werbeerlösen stehen Ausgaben in gleicher Höhe gegenüber, liest man bei Meedia. Die 10 Mio. Euro Werbeerlöse beziehen sich noch auf den volkswirtschaftlichen Spätsommer, nicht dem Spätherbst oder gar den anstehenden Winter. Waren es 85 Mio. Euro, die Holtzbrinck für diesen risikobehafteten Laden bezahlt hat?
From conglomerates to internet ventures, executives should be planning now on a decline of up to 40% in advertising spending during this cycle. Nick Denton
Wie gut dass ein paar Unverbesserliche noch an die Monetarisierung von Communitys glauben, beispielsweise die Geschäftsleitung und Gründer von
Facebook (
bei den Investoren scheint sich eine andere Stimmung breit zu machen, Mau in der Magengrube). Die hätten wohl StudiVZ recht gerne, können oder wollen anscheinend nur mit eigenen Aktien bezahlen, was wiederum unbefriedigend für Holtzbrinck ist, denn momentan
verbrennen die Facebooker Geldbündel wie Braunkohlebriketts.
So oder so dürfte ein wirklich satter, zweistelliger Millionenbetrag zur Abschreibung bei Holtzbrinck anstehen. Vielleicht entscheidet man sich für die Facebook-Variante, um das Gesicht zu wahren und erinnert
sich an die Berater, die diesen Deal mit wohlgeformten Worten eingefädelt haben. Inzwischen gehen die
ersten Lichter bei ausgehungerten Holtzbrinck-Kleinstbeteiligungen aus.
EDIT_ Allen WebZwoNullen und Marketing-Dumpfbacken empfehle ich den kurzen Artikel
Was das Bankenbeben für das deutschen Mediengeschäft bedeutet von Dirk Manthey. Die Marketing-Flittchen können ja zur Not heiraten.
EDIT_2 Der erste Teil der Überschrift bezieht sich auf den im blauen Kasten verlinkten Artikel von Nick Denton.
EDIT_3 Die KostBar in Schwandorf ist eine empfehlenswerte Zuflucht bei diesem widrigen Wetter.
Lesermeinung
So, 08.08.2010 22:41
find ich auch...
Di, 03.08.2010 23:49
bräuchte eine Nadel für den Lo ewe Plattenspieler kann mir je mand helfen ?
Mo, 02.08.2010 11:38
Würde ich so nicht einmal sage n, wenn es wirklich ein region ales Magazin ist, kann man es doch prima regional verm [...]
Mi, 21.07.2010 12:17
Wer weiß schon, wer sich hier wieder eine goldene Nase verdi ent hat...
So, 18.07.2010 22:13
Klaro, geht nichts über mein B ötchen! Ich hoffe Du hast die Beflaggung rechts auf dem Turm bemerkt. Nur für mich . [...]
So, 18.07.2010 20:00
Na für so einen Trip hattest d u doch dann zu 100% das richti ge Fortbewegungsmittel! Also, ich will keine Beschwerd [...]