Mittwoch, 3. Februar 2010
Wenn ich nicht wüsste, das BILD-Machen anders macht, dann wäre meine Diagnose zur Webpräsenz von Kai Dieckmann: Eindeutig eine Linie zuviel gezogen auf der letzten Party.
Dienstag, 14. Juli 2009
Wie die Lemminge: Die Medienblogger rund um den Globus - und besonders eifern die deutschen Vertreter ihren us-amerikanischen Vorbildern nach - schreiben sehnsüchtig das Ende von Print herbei. Gern gesehen wird das Scheitern von Traditionsblättern wie aktuell der Birmingham Post. Ja, das Internet soll wieder zugeschlagen, ein übertradiertes Holzmedium in die verdiente Totengrube gestoßen haben. Liebe Medienblogger, vor allem meiner Nationalität. Quasselt doch nicht immer alles nach, was übern großen Teich geschrieben wird. Das eine Prozent der US-Experten, die wirklich Ahnung von europäischen Medien und den Zusammenhängen haben, das bloggt meines Wissens nicht. Den restlichen sogenannten Experten in den USA die europäische Medienlandschaft zu erklären könnte man mit dem Versuch vergleichen, einem Grundschüler die Ausdrucksstärke des Impressionismus näher zu bringen. Viele Farben, viel Bunt.
Was steckt wirklich hinter der Miesere der Birmingham Post? Ein klein wenig Recherche, liebe deutsche Medienblogger, hätte die gar nicht so sensationellen Tatsachen an den Tag gefördert wie steigende Arbeitslosenzahlen, wachsendes Prekariat ... und die aktuelle Wirtschaftskrise. Anscheinend hat sich niemand die Mühe gemacht nachzusehen, womit in der zweitgrößten britischen Stadt die Brötchen verdient werden. Oh, in der siechenden Finanzindustrie!
So, nun nehmen wir mal die Finger der rechten oder linken Hand zur Hilfe und rechnen Eins + Eins zusammen. Wenn die Einwohner der Stadt Birmingham im Schnitt imm ärmer werden, wenn die Arbeitslosigkeit real geworden ist auch für Gutverdienende, auf was verzichten diese Menschen wohl als erstes: Auf die Tageszeitung oder das Frühstücksei. So, die deutschen Medienblogger lasse ich jetzt einmal mit der Lösung dieser Logikaufgabe alleine. Ich weiss, nicht, ob man das Ergebnis irgendwo abschreiben kann.
Montag, 25. Mai 2009
Dem Digital-Propheten Turi fällt die Anmoderation offensichtlich sehr schwer, wahrscheinlich beinahe so schwer wie mi zuzugeben, dass Trendforscher doch mal ins Schwarze treffen können: Gedruckte Medien haben eine Zukunft, eine große sogar - meint Wippermann. Ich möchte hinzufügen: Print hat eine verdammt große Zukunft als Informations- und Meinungsplattform für die Eliten.
... was sage ich immer: wer eine Zeitung im Abo hat, der hat das Geld ...
Das Video unbedingt ansehen! Vor allem der Hinweis mit den Pferden finde ich genial: Vor dem ersten Weltkrieg gab es weniger Pferde als heute und zudem wird ein Vielfaches mit Pferden verdient. Damals Nutztier, heute Luxus.
Dienstag, 31. März 2009
Das Pförtnerhäuschen der Kristallfabrik in Amberg ist wohl das einzige Foto, das mir gestern halbwegs gelungen ist. Wenn man durch die schmutzigen Scheiben schaut, dann sieht man im Hintergrund die extravagante Architektur der Glasfabrik, in den Scheiben spiegelt sich das ehemalige Verwaltungsgebäude. Die luxuriöse Einrichtung erinnert an bessere Zeiten: Ledersofa und Massivholzmöbel im Design der 1970iger.
Solchen Schick werden Twitter, Facebook & Co nicht hinterlassen. Twitter hat kein Geschäftsmodell und würde sich gerne kaufen lassen, wenn denn jemand dafür zahlen würde. Bei Facebook signalisiert man anscheinend schon landunter und kein Investor möchte noch Geld in den Laden stecken. Und während turi & Consorten in ihrer eigenen Welt leben und noch fröhlich das Ende der Printmedien herbeischreiben, zeigt sich in der Realwelt, dass Online First / Online Only nicht geht.
Sonntag, 29. März 2009
Am Bahnhofskiosk in Schwandorf gibt es seit dieser Woche keine NZZ mehr zu kaufen. Angeblich zu wenig Absatz. Schade eigentlich, denn das Abo lohnt sich zeitlich für mch nicht, aber trotzdem würde ich eine der besten deutschsprachigen Zeitung (wenn nicht DIE beste!) ab und zu kaufen, vor allem am Sonntag. Bei den Zürichern stehen Nachrichten auf der Titelseite, die dort auch hingehören und es bei den Tageszeitungen aus Deutschland nicht mal in die Rubrik "Vermischtes" schaffen. Beispielsweise der Scan der NZZ vom Montag: Die Ungarische Regierung ist am Ende, auch weil keiner mehr sagen kann, wie es nach dem Beinahe-Staatsbankrott im Herbst weiter geht. "Berührt mich nicht", wird da der Durchschnittsbürger sagen, ich will wissen "wen die Schöneberger heiraten tut". Was ein Staatsbankrott vor der Haustüre bedeutet, wie die Bayerische Landesbank da mit drin hängt (Stichwort Alpe Adria), das können die meisten nicht einmal erahnen ... schon gar nicht, wo der Zusammenhang mit dem eigenen Arbeitsplatz zu suchen ist. Aber was solls, die meisten wollen davon gar nichts mitbekommen.
Donnerstag, 12. März 2009
Rubert Murdoch, der alte Fuchs, hat aus seinem Desaster bei MySpace gelernt und ist auf Weg "back to the roots": Es kauft sich das Regionalblatt "The Brooklyn Paper", das im New Yorker Stadtteil Brooklyn gleich fünf Regionalausgaben auflegt. Was man so liest setzt Murdoch damit Print gegen Online, genauer gesagt gegen die Stadtteil-Blogs der New York Times. Und ratet mal, auf wen ich mein Geld setzen würde ...
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Lesermeinung
So, 08.08.2010 22:41
find ich auch...
Di, 03.08.2010 23:49
bräuchte eine Nadel für den Lo ewe Plattenspieler kann mir je mand helfen ?
Mo, 02.08.2010 11:38
Würde ich so nicht einmal sage n, wenn es wirklich ein region ales Magazin ist, kann man es doch prima regional verm [...]
Mi, 21.07.2010 12:17
Wer weiß schon, wer sich hier wieder eine goldene Nase verdi ent hat...
So, 18.07.2010 22:13
Klaro, geht nichts über mein B ötchen! Ich hoffe Du hast die Beflaggung rechts auf dem Turm bemerkt. Nur für mich . [...]
So, 18.07.2010 20:00
Na für so einen Trip hattest d u doch dann zu 100% das richti ge Fortbewegungsmittel! Also, ich will keine Beschwerd [...]