Dienstag, 12. April 2011
Heute ist eine ganze Kiste mit der gebundenen Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins
(Jahrgang 1905 - 1925) angekommen. Ich finde es immer spannend, wie man schon beim Auspacken die Bücher zeitlich
einordnen kann. Im letzten Kriegsjahr schrumpft der Umfang auf einen Bruchteil der vorherigen Bände, zudem weicht das
Hardcover einem dünnen Karton. Die Qualität des Papiers nimmt im letzten Kriegsjahre spürbar ab. Erst 1925 wird die
Vorkriegsqualität und der steife Einband wieder verwendet. Auch die Schrift ändert sich: Ab 1915 kommt statt einer
(auch heute noch modernen wirkenden) Antiqua eine (dem damaligen Zeitgeist als "deutsch" angesehene) Fraktur zum
Einsatz. Und die Inhalte werden erst interessant ...
NACHTRAG: Ach ja, ich suche noch einen schnörkellosen Eichenschrank aus dem Barock oder
Biedermeier, passend zum Parkett auf dem Foto. Gerne auch zum Restaurieren. Sachdienliche Hinweise an mich.
Mittwoch, 4. Februar 2009
Eigentlich habe ich auf dem Dachboden ein Buch über Orchideen gesucht, bin dann allerdings bei “Der Mafia Manager”
hängen geblieben. Ja, so etwas habe ich in meine Lebenswanzigern gelesen. Nicht dass wir uns nicht missverstehen:
Herausgegeben wurde das Buch vom renommierten Signum Verlag in Wien, aber der Inhalt jedoch hält schon, was der Titel
verspricht. Es ist ganz angenehm zu lesen, unterhaltsam und auch lohnend.
Ein paar Sinnsprüche aus dem Buch, die ich jeder WebZwoNulle ans Herz legen möchte:
“Versprechen Sie wenig, halten Sie viel.”
“Veranschlagen Sie negative Schätzungen ihrer Erfolgsaussichten stets doppelt so hoch, die positiven aber nur zur
Hälfte.”
“Überlegen Sie sich was sie wollen; dann tun sie das Notwendige.”
“Die besten Theorien sind in der Praxis oft die schlechtesten.”
“Niemandes Kredit ist so viel Wert wie sein Geld.”
Meine Kritiker und meine Feinde halten mich gottlob für harmlos - auch so eine Lehre aus “Der Mafia Manager”, da
hat das Buch schon gefruchtet.
Samstag, 31. Januar 2009
Dieser Beitrag ist meinen SEO-Kollegen gewidmet. Glücklich wer nicht versteht, um was er sich dreht.
Weil ich immer wieder ungläubig gefragt werde, warum denn teilweise schon neue Artikel auf meinen Projekten online
sind, während manch andere nächtens nach dem vierten Vodka-RedBull noch versuchen Haustürschlüssel mit dem passenden
Schlüsselloch zu verkuppeln, verrate ich mein Geheimnis: Ich verdiene mein Geld schon ganz früh am Tag unter komischen
Verrenkungen im Bett. So wie auf dem Foto sieht dann der linke Bettrand nach dem Morgengrauen aus, wenn ich nach dem
Aufwachen mit Vorsatz losgetappst bin zu einem Bücherregal oder einem der Bücherhaufen, um Gedrucktes mit ins Bett zu
nehmen. Ins Moleskine kritzle ich dann meine Gedanken, wie das alles in eine Form zu bekommen ist, mit denen meine
Webseiten gefüllt werden können.
Kleinschriften aus dem Nachlass von Max Piendl (u.a. “Böhmen und die Grafen von Bogen”) könnte das geschulte Auge
erkennen, deren Inhalte zu Artikel (für Cafe-Babel) über das bayerische-böhmische Verhältnis im Mittelalter zu
verarbeiten wären. Historische Photographien, die ich den Kunstdenkmälern von Bayern, Band XII Bezirksamt Straubing,
gefunden habe, wandern als Mini-Artikel zu Sossau auf mein Mystisches Bayern. Ausgabe 4 der Volkstümlichen
Freidenkerschriften aus dem Jahr 1919 mit dem Titel “Gibt es einen Gott” kommt auf einen Blog, den ihr nicht zu
kennen braucht. Das rosarote Heftchen ist ein echtes Schätzchen, für dessen 12 Inhaltsseiten aus dem Jahr 1908 ich
vergangenes Jahr 20 Euro bezahlt habe: Heft 1 der “Propaganda des individualistischen Anarchismus”. Benjamin R.
Tucker, Herausgeber der Zeitschrift Liberty, lässt sich über Staatssozialismus und Anarchismus aus. Das ist
Premiumcontent für eine Subdomain von Wahlplattform.
Das sind die Inhalte, die heute und eventuell morgen verarbeitet werden wollen. Arbeit, die sich kaum einer meiner
Kollegen antun möchte, für Geschichten, die nicht jeder hat. Die Belohnung sind von Google phantastisch mit PageRank
bedachte Kleinprojekte, deren Wertigkeit auf freiwillige Verlinkung basiert. Berücksichtigt das, liebe Kollegen, bevor
ihr Euch das nächste Mal verwundert die Augen reibt, wenn ihr wieder mal auf eine PR-5-Unterseite auf einem meiner
belächelten Projekte stoßt.
Dienstag, 30. Dezember 2008
Die ultimative Empfehlung für kalte Winterabende: Reiseliteratur von Bill Bryson. Heute habe ich mir für den
kostengünstigen Konsum die Taschenbuchausgabe von Streifzüge durch das Abendland besorgt ....
EDIT_ Darunter liegt die Wochenzeitung FREITAG,
von der ich hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleibt.
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Ausnahmsweise, weil heute Heilig Abend ist und die Mia sich einen Einblick in meine Intimsphäre verschaffen möchte,
ein Ausschnitt meiner Wohnung, die aus Echteiche, Erbstücken, Ikea und jede Menge
Bücher besteht. Was bei manch anderem eine Bücherecke ist, heisst bei mir ein Haufen Bücher, das trifft es besser.
Natürlich sind das nur ein paar Stapel von dem, was sich auf 90qm sonst noch verteilt. Vorbeikommen und sich selber ein
Bild verschaffen kann die Mia nicht, weil sie ja so nichts von mir will. Und ausserdem: Der Ruf, die Leut! Das müsst
ihr jetzt schon verstehen ...
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Ich liebe nicht nur Bücher, ich schätze sie auch. Kein anderes Medium ist beständiger. Ende der 1990iger habe ich
mich intensiv mit der Globalisierung auseinander gesetzt und mit natürlich auch die entsprechenden
Bücher gekauft und gelesen: Beispielsweise Politik der Globalisierung, Was ist Globalisierung?, Risikogesellschaft,
Der dritte Weg von oder herausgegeben von Ulrich Beck. Dort steht - manchmal in philosophischer Form -
alles zu lesen, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme, mit denen wir uns heute sogar noch heftiger
konfrontiert sehen. Vor genau 10 Jahren erschien das Buch Die Krise des globalen Kapitalismus mit dem
Untertitel Offene Gesellschaft in Gefahr. Darin warnt ausgerechnet ein der bekanntesten Spekulanten des
vergangenen Jahrhunderts, George Soros, vor dem Zusammenbruch der Finanzmärkte, vor einem Kollabieren der
Währungssysteme und die Gefahren für die demokratische Grundordnung. Und er macht Vorschläge zur Kontrolle des
Banken, des Finanzwesens. Hätten die Politiker darauf gehört und wären nicht den NeoCons in den USA und den
Neoliberalen, ihren hiesigen Brüdern im Geiste, auf den Leim gegangen, dann gäbe es diese Krise nicht.
Ulrich Beck darf übrigens bei SPIEGEL Online in einem
Interview vom Leder ziehen:
SPIEGEL ONLINE: Ist die politische Klasse in Deutschland gescheitert?
Beck: Ja, aber nicht nur sie.
...
SPIEGEL ONLINE: Sie trauen diesen Politikern nicht?
Beck: Nein, wie auch?
...
Lesen. Gedanken machen. Jeder Wähler von CDU und FDP sollte es eine gesplittete Sondersteuer geben: Bei den einen
wegen Dummheit und die anderen haben einfach zu viel von der Umverteilung von Unten nach Oben profitiert.
Ach ja, nochmal zurück zu den Büchern. Ich könnte jetzt nicht sagen "hey, da habe ich vor 10 Jahren was genau
passendes im Web gelesen". Bücher sind unschlagbar.
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Lesermeinung
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]
Mi, 03.08.2011 19:43
Hallo, irgendwie erinnert mich das an die letzte Woche, wo i ch auch mal meine Ablage, Schr eibtisch und Regal aufge [...]
Di, 05.07.2011 19:58
Freischwimmer auf der Autobahn !