Dienstag, 3. Februar 2009
Eigentlich habe ich auf dem Dachboden ein Buch über Orchideen gesucht, bin dann allerdings bei “Der Mafia Manager” hängen geblieben. Ja, so etwas habe ich in meine Lebenswanzigern gelesen. Nicht dass wir uns nicht missverstehen: Herausgegeben wurde das Buch vom renommierten Signum Verlag in Wien, aber der Inhalt jedoch hält schon, was der Titel verspricht. Es ist ganz angenehm zu lesen, unterhaltsam und auch lohnend.
Ein paar Sinnsprüche aus dem Buch, die ich jeder WebZwoNulle ans Herz legen möchte:
“Versprechen Sie wenig, halten Sie viel.”
“Veranschlagen Sie negative Schätzungen ihrer Erfolgsaussichten stets doppelt so hoch, die positiven aber nur zur Hälfte.”
“Überlegen Sie sich was sie wollen; dann tun sie das Notwendige.”
“Die besten Theorien sind in der Praxis oft die schlechtesten.”
“Niemandes Kredit ist so viel Wert wie sein Geld.”
Meine Kritiker und meine Feinde halten mich gottlob für harmlos - auch so eine Lehre aus “Der Mafia Manager”, da hat das Buch schon gefruchtet.
Freitag, 30. Januar 2009
Dieser Beitrag ist meinen SEO-Kollegen gewidmet. Glücklich wer nicht versteht, um was er sich dreht.
Weil ich immer wieder ungläubig gefragt werde, warum denn teilweise schon neue Artikel auf meinen Projekten online sind, während manch andere nächtens nach dem vierten Vodka-RedBull noch versuchen Haustürschlüssel mit dem passenden Schlüsselloch zu verkuppeln, verrate ich mein Geheimnis: Ich verdiene mein Geld schon ganz früh am Tag unter komischen Verrenkungen im Bett. So wie auf dem Foto sieht dann der linke Bettrand nach dem Morgengrauen aus, wenn ich nach dem Aufwachen mit Vorsatz losgetappst bin zu einem Bücherregal oder einem der Bücherhaufen, um Gedrucktes mit ins Bett zu nehmen. Ins Moleskine kritzle ich dann meine Gedanken, wie das alles in eine Form zu bekommen ist, mit denen meine Webseiten gefüllt werden können.
Kleinschriften aus dem Nachlass von Max Piendl (u.a. “Böhmen und die Grafen von Bogen”) könnte das geschulte Auge erkennen, deren Inhalte zu Artikel (für Cafe-Babel) über das bayerische-böhmische Verhältnis im Mittelalter zu verarbeiten wären. Historische Photographien, die ich den Kunstdenkmälern von Bayern, Band XII Bezirksamt Straubing, gefunden habe, wandern als Mini-Artikel zu Sossau auf mein Mystisches Bayern. Ausgabe 4 der Volkstümlichen Freidenkerschriften aus dem Jahr 1919 mit dem Titel “Gibt es einen Gott” kommt auf einen Blog, den ihr nicht zu kennen braucht. Das rosarote Heftchen ist ein echtes Schätzchen, für dessen 12 Inhaltsseiten aus dem Jahr 1908 ich vergangenes Jahr 20 Euro bezahlt habe: Heft 1 der “Propaganda des individualistischen Anarchismus”. Benjamin R. Tucker, Herausgeber der Zeitschrift Liberty, lässt sich über Staatssozialismus und Anarchismus aus. Das ist Premiumcontent für eine Subdomain von Wahlplattform.
Das sind die Inhalte, die heute und eventuell morgen verarbeitet werden wollen. Arbeit, die sich kaum einer meiner Kollegen antun möchte, für Geschichten, die nicht jeder hat. Die Belohnung sind von Google phantastisch mit PageRank bedachte Kleinprojekte, deren Wertigkeit auf freiwillige Verlinkung basiert. Berücksichtigt das, liebe Kollegen, bevor ihr Euch das nächste Mal verwundert die Augen reibt, wenn ihr wieder mal auf eine PR-5-Unterseite auf einem meiner belächelten Projekte stoßt.
Montag, 29. Dezember 2008
Die ultimative Empfehlung für kalte Winterabende: Reiseliteratur von Bill Bryson. Heute habe ich mir für den kostengünstigen Konsum die Taschenbuchausgabe von Streifzüge durch das Abendland besorgt ....
EDIT_ Darunter liegt die Wochenzeitung FREITAG, von der ich hoffe, dass sie mir noch lange erhalten bleibt.
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Ausnahmsweise, weil heute Heilig Abend ist und die Mia sich einen Einblick in meine Intimsphäre verschaffen möchte, ein Ausschnitt meiner Wohnung, die aus Echteiche, Erbstücken, Ikea und jede Menge Bücher besteht. Was bei manch anderem eine Bücherecke ist, heisst bei mir ein Haufen Bücher, das trifft es besser. Natürlich sind das nur ein paar Stapel von dem, was sich auf 90qm sonst noch verteilt. Vorbeikommen und sich selber ein Bild verschaffen kann die Mia nicht, weil sie ja so nichts von mir will. Und ausserdem: Der Ruf, die Leut! Das müsst ihr jetzt schon verstehen ...
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Ich liebe nicht nur Bücher, ich schätze sie auch. Kein anderes Medium ist beständiger. Ende der 1990iger habe ich mich intensiv mit der Globalisierung auseinander gesetzt und mit natürlich auch die entsprechenden Bücher gekauft und gelesen: Beispielsweise Politik der Globalisierung, Was ist Globalisierung?, Risikogesellschaft, Der dritte Weg von oder herausgegeben von Ulrich Beck. Dort steht - manchmal in philosophischer Form - alles zu lesen, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme, mit denen wir uns heute sogar noch heftiger konfrontiert sehen. Vor genau 10 Jahren erschien das Buch Die Krise des globalen Kapitalismus mit dem Untertitel Offene Gesellschaft in Gefahr. Darin warnt ausgerechnet ein der bekanntesten Spekulanten des vergangenen Jahrhunderts, George Soros, vor dem Zusammenbruch der Finanzmärkte, vor einem Kollabieren der Währungssysteme und die Gefahren für die demokratische Grundordnung. Und er macht Vorschläge zur Kontrolle des Banken, des Finanzwesens. Hätten die Politiker darauf gehört und wären nicht den NeoCons in den USA und den Neoliberalen, ihren hiesigen Brüdern im Geiste, auf den Leim gegangen, dann gäbe es diese Krise nicht.
Ulrich Beck darf übrigens bei SPIEGEL Online in einem Interview vom Leder ziehen:
SPIEGEL ONLINE: Ist die politische Klasse in Deutschland gescheitert?
Beck: Ja, aber nicht nur sie.
...
SPIEGEL ONLINE: Sie trauen diesen Politikern nicht?
Beck: Nein, wie auch?
...
Lesen. Gedanken machen. Jeder Wähler von CDU und FDP sollte es eine gesplittete Sondersteuer geben: Bei den einen wegen Dummheit und die anderen haben einfach zu viel von der Umverteilung von Unten nach Oben profitiert.
Ach ja, nochmal zurück zu den Büchern. Ich könnte jetzt nicht sagen "hey, da habe ich vor 10 Jahren was genau passendes im Web gelesen". Bücher sind unschlagbar.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Ergänzung der Bibliothek Heute war ich richtig zurückhaltend: Kleinschriften von Max Piendl wie "Böhmen und die Grafen von Bogen", ein Exemplar der doch seltenen "Volkstümlichen Freidenkerschriften" aus dem Jahr 1919 mit dem Titel "Gibt es einen Gott?" und den Band "XII Bezirksamt Straubing" von "Die Kunstdenkmäler von Bayern" aus dem Jahr 1925. Normalerweise wird es schon immer ein bisserl mehr.
Weil doch ab und zu gefragt wird, woher ich meine Bücher beziehe:
Antiquariat H.-J. Wagner
Hackengässchen 6
93047 Regensburg
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Lesermeinung
Sa, 06.03.2010 03:04
Hammer war das Wetter heute in Bayern. Ich bin fast in Münch en im Schnee ertrunken, es hät te nur noch gefehlt das [...]
Di, 02.03.2010 05:57
ich habe genau so eine fiat ba chetta neue Lackierung kein Ro st Hohlraumversiegelung neues verdeck all Reparaturen [...]
Sa, 27.02.2010 08:18
ich bin auch pro Frühling. Ich bin aber schon absolut froh, dass es nicht mehr schneit!
Do, 25.02.2010 22:55
Also, nach 4 Monaten neuer Reg ierung wollte ich mich mal wie der melden und mal fragen ob d ie Ansichten welche Part [...]
Do, 25.02.2010 17:49
Hi Matthias, auch wenn Du b ehautest =! Black Hat, sieht d ie Google Bildersuche das ande rs.
Mo, 22.02.2010 16:35
Am Donnerstag, 04.03. findet d er 2.SEO Stammtisch in Nürnber g statt. Wir freuen uns über v iele Teilnehmer! Viele G [...]