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Der Schleier im Main. Der Buchtitel passt zwar wunderbar in die aktuelle Nachrichtenlage, ist aber ein
Werk von Alexandre Dumas und spielt im Jahre 1866. Allen großen Jungs, die früher Die drei Musketiere bzw.
Der Graf von Monte Christo verschlungen haben ist dieser Roman vom gleichen Autor wärmstens zu empfehlen,
echten liberalen Bayern mit anti-preussischer Einstellung sowieso.
Die FAZ schreibt: Dumas' Roman ist herrlich einseitig, chauvinistisch, schräg und schief, aber er
ist auch sehr intelligent, abwechslungsreich, lehrreich, kunstvoll, und er versetzt den Leser mitten ins Getümmel einer
anderen Zeit, die Frankfurt auch einmal gesehen hat.
Dieser Klassiker wurde in Deutschland nur selten
aufgelegt. Amazon listet nur das Taschenbuch (Jahr 2006) aus dem Econ-Verlag und eine gebundene Ausgabe (Jahr 2004) der
Societäts Verlagsgesellschaft.
Der drohende Krieg zwischen Preussen und Österreich überschattet das Leben in der sinnenfreudigen und
liberalen Handelsstadt Frankfurt. Benedict Turpin, der Held des Romans, ist ein glühender Verehrer der Freiheit und ein
entscheidender Gegner des preussischen Militarismus. Bald schlägt er sich auf die Seite Österreichs und der
Frankfurter Verbündeten, deren Kampf gegen die besetzung Frankfurts in der berühmten Schlacht bei Langensalza seinen
Höhepunkt findet ...
Gerade höre ich auf N24, dass kaum noch Goldmünzen aufzutreiben sind. Gut, Mitte September war das noch kein Problem.
Bevor ihr jetzt aber Euer Geld abhebt und in die Schweiz bringt: Ich glaub so ab 10.000 Euro kann es schon ein wenig
auffällig werden. Wer grenznah wohnt, der kann sich auf schweizer Seite am Automaten Franken ziehen, ohne den üblichen
Aufschlag. Die Reisebank kommt ab einer Summe von 10.000 Euro dem geneigten Bar-Franken-Erwerber angeblich
gebührentechnisch entgegen. Das sollte aber vorher telefonisch abgesprochen werden.
Nun gut, wenn das Pfund das zeitliche segnet, ist mir das relativ egal. Nur die irren Iren(-Politiker) mit ihren
Kamikaze-Banken bereiten mir Kopfzerbrechen. Die Insel-Republik sprengt mit den Sicherungszusagen noch das EWS, weil man
in Zeiten der Gemeinschaftswährung die Staatsschulden eben nicht mehr mit der Notenpresse los wird.
Aber es kommt wohl nicht ganz so schön, wie die Inflationsbanknote aus dem Jahr 1923, herausgegeben von der
Bayerischen Notenbank, was mich darauf bringt, dass der volkskörpernahe CSU-Politiker und Ingolstädter Urviech Seehofer nun Ministerpräsident
wird. Ganz ehrlich, dem nehme ich die (Über-)Landesvater-Rolle noch am ehesten ab. Jetzt nur noch eine schwarz/rote
Regierung, dann bin ich erstmal beruhigt.
Manchmal denke ich mir, ich hätte den Bodensatz menschlicher Intelligenz zumindest schon erahnt, doch irgend jemand
schafft es immer, die Messlatte noch zwei Meter tiefer zu setzen. Oft ist es ein geistiger Tiefseetaucher, wie mein
Studienkollege, den ich soeben auf Xing gefunden habe und auch gerne sofort wieder entlasse in seine neoliberale
Verwirrtheit.
Weisst Du, früher gab es nur den Zehnt, damit musste der Staat auskommen, schau Dir die heutige Steuerlast der
Bürger an, die ganzen Sozialabgaben und so. Selten erlebt man mich sprachlos. Na, ist doch so. Oder wie siehst
Du das? Nein, ich mag es nicht sehen und ihn auch gar nicht mehr hören.
Das schlimme daran ist, dass er nicht der erste ist, der mit mit diesen Unsinn kommt. Träger dieses
Kurzschlussgedankens waren bisher immer Mitglieder oder echte Sympathiesanten einer kleinen, radikalen Partei, die
vielleicht bald in Bayern mit am Regierungstisch sitzt und in mir echte Auswanderungsgedanken hochkommen lässt, wenn
nicht der ererbte oberpfälzer Trotz (Lang seitz net dro!) sich immer wieder durchsetzen würde.
Falls es nicht einen kläglichen Versuch von Populismus darstellt, woran ich ehrlich gesagt nicht glauben kann, dann
zeigt es sehr schön, welche Ideologie sich in manche Hirne gebrannt hat. Wohin die Neoliberalen auch Bayern bringen
möchten sieht man jenseits des großen Teichs, wo ihre Brüder im Geiste, die Neocons, die weltgrößte Volkswirtschaft
gerade zu Grabe tragen.
Ich frage mich, ob der Bayerische Verfassungsschutz diese radikale Gruppierung auch beobachtet. Und übrigens ist es
ein ausgemachter Schmarrn, das Märchen vom Zehnt. So ein ausgeklügeltes Ausbeutungssystem wie im bayerischen
Mittelalter hat es vorher nicht gegeben und wird es hoffentlich nie wieder geben.
Warum beschleicht mir nur das Gefühl, während ich mir die Stoiber-Rede bei den Gebirgsschützen ansehe, dass er bald
die oberländer Schützenkompanien
losmarschieren lässt, nach München in die Parteizentrale der CSU, in den Landtag, und die Hubers und Becksteins mit
der Klobürschtn rausputzt. A Ordnung muass wieder her.
Endlich bekommt man als bayerischer Wähler etwas geboten für seine zwei Kreuze, auch wenn es mir ein klein
wenig ganz gewaltig an der Eleganz fehlt: Doch eher Kasperltheater statt Dante, dieses
oberländische Ragnarök für Teletubbies.
Dem Seehofer Horst traue ich es am ehersten zu, das Amt des Ministerpräsidenten. Er ist einfach näher dran, am
weiblichen Volkskörper als jeder andere der Kandidaten: Joachim Herrmann? Die
Raufaser-Tapete in meiner Küche hat mehr Profil. Georg Schmid? Das erledigt sich, wenn er sich selber mal im Fernsehn
sieht, so viel Anstand hat er. Thomas Goppel? Die Monarchisten sind selbst in der CSU eine Splittergruppierung.
Nein, der Horst muss es richten oder herhalten, je nach Sichtweise. Weil die CSU zu groß ist für eine Familie sieht
man sich gerne als Mannschaft mit Spielführer. Zur Zeit ist zwar unklar wer jetzt gerade führt, zumal es ja auch noch
einen Ehrenspielführer gibt, den Ex-Präsidenten Stoiber, der den Seehofer eher als Übergangslösung ansieht, bis sein
ehemaliger Stiefellecker Söder so weit ist, das Erbe zu übernehmen. Aber da muss eben noch was da und bis dahin noch
nicht vergoppelt worden sein. Manchmal fügen sich die Interessen in der Politik zusammen - es ist wie ein
Marienwunder.
EDIT_ Wenn der Wind pfeift und die Wolken über den Regensburger Dom wegtreibt, das vielleicht noch in der Abendsonne,
dann ist das ein Naturschauspiel, für das sich leider kaum jemand Zeit nimmt. Ungesunde Hektik, nur noch ein
Schnellschnell, dabei wären kleine Pausen so wichtig für den seelischen Ausgleich.
Ich mach es einfach ganz kurz, das Bild liefere ich noch nach, da muss ich mir erst der Situation angemessenes
suchen: Der Huber geht, die Haudertauer auch, die weiss es nur noch nicht. Wenn Beckstein Glück hat, erfährt er
von seinem politischen Ableben nicht erst aus der Zeitung. Demokratie ist schon was Verzwicktes. Wer kommt, das ist der
Seehofer, ein Herz-Jesu-Sozialist, wie er von den Neoliberalen gerne bezeichnet wird, ein moderner Mann mit
Patchwork-Familie, aber eben nicht FDP-kompatibel. Ich glaube auch nicht, dass die Lust innerhalb der CSU so groß ist
auf Hardcore-Liebe mit den Freidemokraten, denen man die Geilheit aufs Regieren schon an der Delle in der Hose ansehen
kann. Die FDP ist sich viel zu sicher, ein dankbarerer Kandidat ist die gerupfte SPD, die ist nicht so aufmüpfig. Man
tut sich leichter mit dem Regieren, auch in Hinblick auf Berlin, und nebenbei kann man der Merkel noch eines mitgeben,
die ganz gern Schwarz/Gelb sehen würde.
EDIT_ Jetzt musste es der Franke Beckstein doch aus den Medien erfahren, dass die oberbayerischen
Gebirgsschützenkompanien zum Putsch bereitstehen.
EDIT_2 Als Bild habe ich nun den Stadtturm von Straubing gewählt, als Symbol niederbayerischer Bürgerlichkeit, mit
der Uhr, die sich unaufhaltsam weiter dreht.
ups zu Bundestagswahlergebnis Piratenpartei Mo, 09.04.2012 11:32 Ups - 2-3 Jahre sind vorbei un
d die Piraten sind mehr als je
in den Medien vertreten.
A
ber... man kann sich ja [...]
Anja zu Fleissarbeiten für den Hotelführer Bozen Sa, 17.03.2012 09:26 sind echt super fotos und ich
bin sehr überrascht, dass du a
uf so kleine details eingehst.
echt klasse!
hans zu Warum fotografierst du das alte Klump? Sa, 19.11.2011 17:48 Hallo Matthias
bin grad per
zufall über dein bild gestolp
ert weil ich auf der suche nac
h bildern vom zwangsarbe [...]
Matthias zu Vilslaus Fr, 07.10.2011 03:27 Hallo Siegfried, ich schicke e
s Dir zu.
Siegfried Singer zu Vilslaus Mo, 03.10.2011 12:16 Hallo Matthias,
als ehemalige
r Schüler des GMG habe ich bei
der Vilslaus mitgearbeitet. I
ch bin mir jedoch nicht [...]
Erich Weichel zu FAZ-Werbung ist Geschmackssache Fr, 23.09.2011 09:25 Nach Lektüre der Artikel Ihrer
Herren deckers und Bahners zu
m Thema Kirche
habe ich für m
ich beschlossen, Ihre Ze [...]
Lesermeinung
Mo, 09.04.2012 11:32
Ups - 2-3 Jahre sind vorbei un d die Piraten sind mehr als je in den Medien vertreten. A ber... man kann sich ja [...]
Sa, 17.03.2012 09:26
sind echt super fotos und ich bin sehr überrascht, dass du a uf so kleine details eingehst. echt klasse!
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]