Normalerweise lege ich ein Buch, das nicht den 20-Seiten-Test übersteht, einfach weg. Ich rede nicht darüber, schreiben sowieso nicht. Doch eine Ausnahme mache ich bei
Die Stunde der Stümper von
Andrew Keen, weil mich schon die Einleitung in Rage gebracht hat. Ein besserer Titel wäre Die verlorenen Stunden eines Stümpers. Ein hartes Urteil, aber ihr werdet mir recht geben, wenn ihr die Beispiele seht, die allesamt nur aus der Einleitung stammen.
Über Wikipedia:
Seit ihrer Entstehung haben 15 000 Personen fast drei Millionen Artikel in über 100 verschiedenen Sprachen verfasst, und keiner davon wurde redigiert oder auf seine Richtigkeit überprüft.
Keen weiss überhaupt nicht, wovon er so polemisch schreibt. Die Artikel in Wikipedia werden dauernden Qualitätskontrollen unterzogen, sensible Bereiche wie Gesundheit & Medizin sogar durch eigene Fachkreise.
Über den Google-Algo:
Mit anderen Worten, je mehr Personen einen Link anklicken, der bei einer Suche erscheint, umso eher wird dieser Link auch bei künftigen Suchaktionen erscheinen.
Woher nur dieser Keen seine Fachkenntnisse nimmt? Und die armen Kommentar-Link-Spamer mühen sich immer noch ab, der weil ginge das so einfach.
Über YouTube:
Parallel zum Aufstieg von YouTube wird auch Hollywood von einer Finanzkrise ergriffen. Die Einnahmen an den Kinokassen der USA machen heute nur noch weniger als 20 Prozent der Einnahmen für Hollywoodfilme aus ...
Eine gewagte Konstruktion, das erscheinen des digitalen Daumenkinos mit (mir nicht nachvollziehbaren) Finanzkrise der Hollywood-Studios in Verbindung bringt. Angeschaut hat er sich YouTube höchstwahrscheinlich nicht oder Keen hat einen sehr niedrigen Level was Filmgenuss anbelangt.
Egal, das Internet ist laut Andrew Keen an allem Schuld und "Die Affen übernehmen die Macht" (mit Affen seid ihr gemeint, liebe YouTube-Nutzer). Überhaupt ist das Internet ein Tummelplatz für Pädophile und sexuelle Beutegänger. Manche Dinge sind eben sehr einfach, fragt man Keen. Er bezeichnet sich selbst als Skeptiker, wo bei für mich persönlich eventuell auch Neider in Frage käme, schreibt er doch ... "Ich köderte sogar Investoren und wäre fast reich geworden".
Wie gesagt, die obigen Zitate stammen lediglich aus der Einleitung, das sind in der deutschen Ausgabe (Hanser-Verlag, 2008) gerade einmal neun Seiten. Ich weiss jetzt nicht ob ich meine Streben nach Wissen und der Drang nach Teilhabe an Keens Weisheit mich dazu treiben wird, die restlichen rund 300 Seiten zu lesen. Ich halte Euch auf dem laufenden.
EDIT_ Ich weiss, warum ich die ZEIT so schätze. Beispielsweise deswegen ...
Web 2.0-Feind Andrew Keen ist ein Dödel, schlimmer als Eva Herman.
EDIT_2 Ebenfalls lesenswert:
Ganz böses Web 2.0 und die Unwissenheit von Ralph Segert.
Lesermeinung
Sa, 06.03.2010 03:04
Hammer war das Wetter heute in Bayern. Ich bin fast in Münch en im Schnee ertrunken, es hät te nur noch gefehlt das [...]
Di, 02.03.2010 05:57
ich habe genau so eine fiat ba chetta neue Lackierung kein Ro st Hohlraumversiegelung neues verdeck all Reparaturen [...]
Sa, 27.02.2010 08:18
ich bin auch pro Frühling. Ich bin aber schon absolut froh, dass es nicht mehr schneit!
Do, 25.02.2010 22:55
Also, nach 4 Monaten neuer Reg ierung wollte ich mich mal wie der melden und mal fragen ob d ie Ansichten welche Part [...]
Do, 25.02.2010 17:49
Hi Matthias, auch wenn Du b ehautest =! Black Hat, sieht d ie Google Bildersuche das ande rs.
Mo, 22.02.2010 16:35
Am Donnerstag, 04.03. findet d er 2.SEO Stammtisch in Nürnber g statt. Wir freuen uns über v iele Teilnehmer! Viele G [...]