Samstag, 26. März 2011
Die Energieversorgung wird in nicht allzu ferner Zukunft zu einem der Hauptthema für die Politik werden, auch auf
regionaler oder lokaler Ebene. Und dann wird man sich wieder daran erinnern, dass die CSU ohne Not das
energiehaltige Tafelsilber verramscht hat. Ein gutes Beispiel ist die Kraftwerksgruppe Pfreimd mit einer
Nutzleistung von 140 MW aus Wasserkraft.
Errichtet wurden die Wasserkraftwerke - Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerk Tanzmühle, Pumpspeicherwerk Reisach und
Laufwasserkraftwerk Trausnitz - in den
1950ern von der OBAG (Energieversorgung Ostbayern AG). Die OBAG als Regionalversorger gibt es Dank CSU nicht mehr. Nach
Fusionen ging die Gesellschaft 2001 in der E.ON Bayern auf. E.ON hat die Kraftwerksgruppe 2009 an den französischen
Konzern GDF Suez verkauft.
Wenn schon die Bayerische Staatsregierung lieber Geld bei sinnlosen Leuchtturmprojekten oder mittels BayernLB
verbrennt, dann sollten sich die Regionalpolitiker zusammen schließen und solche Infrastrukturprojekte aufkaufen. Die
Regensburger Stadtwerke haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt und investieren massiv in Windkraft. Das ein Stück
Unabhängigkeit von Konzernzentralen und Regierungsbänken, die hunderte von Kilometern entfernt sind.
Es ist ja nicht so, dass das Steuergeld damit renditeschwach angelegt wäre.
Donnerstag, 14. Januar 2010
Gestern in der Früh: Minus 13 Grad. Heute ist dagegen mit einem Minus von 7 Grad geradezu Tauwetter. Wären manche
Politiker Wetterfrösche, dann würden die jetzt schon aufgeregt auf den obersten Sprossen der Wetterleiter in ihrem
Wetterfroschglas herumhüpfen und ganz laut Fühsommer quaken. Ich mag gar nichts mehr schreiben darüber, wie sich die
Politik zur Marionette macht, weil wissen will es sowieso keiner.
Beispielsweise, dass GM in Deutschland die Hälfte der Belegschaft feuern wird, nachdem sie das versprechen abgegeben
haben, kein Werk zu schließen - was sie streng genommen auch nicht tun werden. Die Politiker, die jetzt noch den
großen Macher geben, wie die Regierungsspitze in NRW und Hessen, suchen doch bereits, wo sie die Milliarden zusammen
kratzen, die sie GM rektal einführen wollen. Inzwischen, liebe Politiker, ist übrigens der Wissenstransfer von
deutschen Entwicklungszentrum nach Amiland juristisch abgeschlossen. Vor Eurer Nase, ohne dass ihr was bemerkt,
geschweige was unternommen habt. Damals hätte man noch
was reissen können.
Ich mag auch gar nichts mehr von mir geben zur Alpe Adria, weil was jetzt alles hochkommt, habe ich hier schon 2008
verbloggt. Und den Untersuchungsausschuss dazu im Landtag, den könnte man sich auch sparen. Die (üblichen)
Verdächtigen standen hier
auf diesem privaten Blog schon lange zu lesen. Der Rechercheaufwand dafür war recht bescheiden, das könnt ihr mir
glauben, denn wer im Verwaltungsrat saß von den bayerischen Politpomeranzen, das kann man überall nachlesen.
Und ja, die FDP halte ich
heute mehr als noch in den vergangenen Wochen für einen Risikofaktor, der Deutschland zur Kernschmelze bringen kann.
Mittlerweile sehen das viele CSU- und CDU-Politiker auch so. Dass die FDP im Osten so viele Stimmen bekommen hat
erinnert mich daran: Die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selber.
Eine schöne Winterszeit, wünscht Euch Matthias.
Samstag, 19. Dezember 2009
Die Kultur bleibt in Bayern auf der Strecke, seit Jahren. Schuld daran trägt alleine die CSU; noch nie war es
einfacher auf eine Organisation mit dem Finger zu zeigen. Kultur ganz allgemein betrachtet, von der Pflege der
Tradition, Nachwuchsförderung, Denkmalschutz, Schule und Bildung. Frech stellen sich die Christsozialen vor die
Menschen - noch lieber natürlich vor Kameras - und sprechen von Investitionen in die Kultur. Seit Jahrzenten die
gleichen Phrasen. Die Realität sieht anders aus: Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass das Dach der Uni Regensburg seit
mindestens 20 Jahren undicht ist, dass sich Betonbrocken aus der Fassade lösen und vergangenes Jahe beinahe einen
Rektor erschlagen hätten. Wo sind die Investitionen? Dass für den Denkmalschutz, die Bewahrung des kulturellen Erbe
Bayerns, kein Geld da ist, verwundert ob solcher Zustände an bayerischen Universitäten nicht. Es macht ja auch viel
mehr Spass, sich als Global Player zu zeigen, sich Bank-Töchter
zuzulegen und von Osteuropa bis Asien zweilstellige Milliardensummen an die Wand zu fahren. Was hätte man mit den
durch die CSU und ihre Lakaien allein mittels BayernLB verbrannten 30 Milliarden alles erhalten und sanieren können!
Was für Bildungsprojekte wären für diese gewaltige Summe zu realisieren gewesen. Erinnern wir uns: Wurde in den
vergangenen Jahren nach Geld für Kultur gefragt erhielt man die Antwort von einer Schallplatte mit Sprung: Kein Geld
da, wie sollen wir das finanzieren. Es lag am Willen, wie man sieht,
denn eine Finanzierung des csu-verschuldeten Fiaskos war ja
auch kein Problem. Im Grunde sollte man die CSU als freistaats-feindliche Organisation verbieten und deren führende
Köpfe in Sicherungsverwahrung nehmen.
EDIT_ Das Foto über diesem und dem vorherigen Beitrag
zeigen ein vor sich hin verfallendes Schlösschen im Landkreis Amberg.
Es knirscht im Gebälk überkommener Strukturen. Dem ein oder anderen haben die herabfallenden Dachschindeln schon den
Schädel eingeschlagen. Wer kann, der läuft weg, wer nicht kann, hält sich an den wackelnden Mauern fest und hofft,
dass es ihn möglichst spät erwischt. Ich schreibe von den Strukturen rund um die CSU. Jahrzehnte lang wurden
rauschende Feste gefeiert, man konnte aus dem Vollen schöpfen, es war immer genug da: Dort eine Subvention, hier ein
Pöstchen, ein Bauauftrag, ein Verdienstorden. Als nicht mehr so viel da war, wurde Privatisiert: Die Banken, die
Infrastruktur, die Industriebeteiligungen. Privatisiert, ein wunderbarer Ausdruck, ein sehr tiefgründiger:
Privatisiert, den Spezln rund um der CSU zugeschoben, der Allgemeinheit genommen, Hauptsache das System wird geschmiert.
Und dann kommt global etwas in Bewegung und die CSU steht da wie der Kaiser ohne Kleider. Man weiss gar nicht mehr wie
viel Milliarden die Jahrzehnte als Pöstchenverschiebebahnhof der CSU missbrauchte BayernLB der Allgemeinheit schon
gekostet hat. Die letzen beiden Jahre waren es, großzügig abgerundet, 30 Milliarden. Erst die letzen Tage wieder 3,4
Milliarden, hauptsächlich verursacht durch das Top-Investment
Alpe Adria. Und es gibt tatsächlich Mitglieder der immer noch CSU-geführten Staatsregierung die sich hinstellen
und von einem ausgeglichenen Haushalt sprechen. Staatsbankrott, liebe Politiker der angeblich christlichsozialen Partei,
wäre eine angemessenere Vokabel. Pythagoras war kein Bayer, schreibt
Christiane Florin. Das ist keine Entschuldigung, füge ich hinzu.
Dienstag, 9. Juni 2009
Während sich die Tageszeitungen mit der Meldung überschlagen, dass in Stuttgart die Grünen mit über 25 Prozent
hinter der CDU zweitstärkste Kraft im Kommunalparlament geworden sind ... haben ähnliche Verhältnisse in München
schon lange. Zwar (noch) nicht auf kommunaler Ebene, aber was die Europawahl angeht: Die CSU hat zur vorherigen Wahl
nochmal kräftig (minus 8,7) verloren und schafft in München 33 Prozent. Die Grünen pendeln sich trotz schwacher
Verluste auf 21,4 Prozent ein, die SPD gibt auch in München ab und splittert bei 16,9 Prozent. Bis auf die Tatsache,
dass Wähler von der CSU scharenweise zur FDP abwandern und wohl DIE LINKE mit ihren 3,7 Prozent den Sozis noch mehr
hätte wegnehmen können, bleibt also alles beim Alten, vergleicht man mit 2004.
Bei Europawahlen experimentiert der Wähler gerne, da würde ich jetzt noch keine dramatischen Rückschlüsse auf die
Bundestagswahl ziehen. Vor allem bei den LINKEN würde ich noch gewaltig aufpassen ... wenn die Arbeitslosigkeit, wie zu
erwarten, sich explosionsartig ausbreitet.
Dienstag, 5. Mai 2009
"Nur wer CSU wählt, gibt Bayern eine eigene Stimme in Europa" lässt die ehemalige Staatspartei CSU im laufenden
Europa-Wahlkampf plakatieren. Liebe Christsozialen, das fängt doch nicht mehr. Die absolute Landtagsmehrheit ist futsch
und Bayern steht immer noch. Dass die Alpen nicht von FJS höchstpersönlich aufgeschüttet und die Alpenseen nicht
durch die schwarzen Battalione mit den Händen ausgehoben wurden ... das hat sich auch schon rumgesprochen.
Ob sich die Wahlwerbung der CSU einmal in den Geschichtsbüchern finden wird, wie die meterhohe, löwenbewachte
Propagadatafel zwischen Bad Abbach und Saal an der Donau, das bezweifle ich. Beachtung findet sie von den vorbei
brausenden Autofahrern wohl genau so wenig wie ein Wahlplakat.
Die Inschrift ins Deutsche übersetzt:
DEM CARL THEODOR,
PFALZGRAF BEI RHEIN,
HERZOG UND KURFÜRST VON BAYERN,
DEM BESTEN FÜRSTEN,
LIESS, NACHDEM DIE MASSE DROHENDER
FELSEN ABGESPRENGT UND ENTFERNT,
DER DONAU EINE GRENZE GESETZT
UND EINE NEUE STRASSE VON SAAL
NACH ABBACH ERBAUT WAR,
DIESES DENKMAL ERRICHTEN
JOSEF AUGUST TOERRING
BAYERISCHER HOFKAMMERVIZEPRÄSIDENT
1794
(Ehrlich, die FJS-Allee im nahen Regensburg kommt da sehr armseelig daher. So wird das natürlich nichts, mit der
Glorifizierung, liebe CSU. Und wo nichts strahlt, da gibt es keinen Abglanz. Vielleicht solltet ihr euch wieder mehr auf
das C im Parteinamen erinnern. Wie das Kreuz an der Autobahn Regensburg-Passau, das die Katholen da an der Autobahn
durchgesetzt haben, in der Nacht leuchtet, nur weil der Ratzepatze ein wenig offiziell am Rasen rumgetrampelt ist ...
Respekt ... Das ist glorifizierende Propaganda, liebe CSU! Da klappt es auch mit dem absolutistischen Anspruch.)
|
Lesermeinung
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]
Mi, 03.08.2011 19:43
Hallo, irgendwie erinnert mich das an die letzte Woche, wo i ch auch mal meine Ablage, Schr eibtisch und Regal aufge [...]
Di, 05.07.2011 19:58
Freischwimmer auf der Autobahn !