Montag, 26. Juli 2010
Ich glaube nicht, dass das Verständnis für den Denkmalschutz in Südtirol in den Köpfen der Menschen stärker verankert ist als in der
Oberpfalz, aber die Südtiroler haben realisiert, dass Denkmäler im Tourismus bare Münze sind. Aus jedem romanischen
Kirchlein wird eine kleine Sensation, ja sie schaffen es sogar, aus Dorfkirchen einen Dom zu machen. Das ist schon
übertriebener Geschäftssinn, aber wenn es der guten Sache Denkmalschutz dient, will ich da mal nicht so sein.
Gestern wollte ich beispielsweise die romanischen Löwen (und da haben wir nicht viele Exemplare in Bayern!) in
Oberammerthal bei Amberg fotografieren, was sich jedoch als Ding der Unmöglichkeit herausgestellt hat, denn sie sind
von Efeu überwuchert. Das ist nun eine sehr unbefriedigende Situation, nicht weil ich kein Foto davon bekomme, sondern
weil das Gewächs die Skulptur zerstört. Wie schön und gut erhalten er noch (!) ist, kann man auf dem Foto von vor
drei Jahren erkennen.
Oder auch ein Beispiel aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, das bei mir ein Kopfschütteln gestern ausgelöst hat: Es ist
wohl so zwei Jahre her, da bin ich durch Zufall durch Götzdorf gefahren, dachte mir was für ein schönes Bild doch die
Dorfkirche in der Streuobstwiese doch abgibt, habe mich noch geärgert, meine Kamera nicht dabei zu haben. In Südtirol
würde so ein Stimmungsbild für den Ortsteil von Illschwang werben, für Ursprünglichkeit stehen ...
Was für ein extremes Gegenbeispiel aus dem Amberg-Sulzbacher Landkreis im Jahre 2010! Statt des authentischen Zaunes
aus Bruchstein und langsam vor sich hin alternden Holzes - wie noch 2008 - knallharte Bauzaunatmosphäre wie in
Berlin-City. Wer hat das genehmigt? Welche Kommunalpolitiker und Touristiker haben deswegen jetzt schlaflose Nächte?
Die Antwort auf die letzte Frage lautet wahrscheinlich "keiner". Hier fehlt der Geschäftssinn und die Phantasie, die
Südtirol zu einer der reichsten Regionen in Europa gemacht haben.
Montag, 12. Juli 2010
Burg Falkenberg im Landkreis Tirschenreuth stand 2008 zum Verkauf. Wann genau die Gemeinde das
Geld zusammengebracht und die Anlage erworben hat, kann ich nicht sagen. Auf jedenfall ist dem Marktflecken dafür
großer Respekt zu zollen, denn für diese Gemeindegröße ist das schon eine Investition, denn zum Kaufpreis kommen ja
noch die Unterhaltskosten.
Bei der "Spende" einer Aufnahme der Burg ist mir ein peinlicher Fehler unterlaufen: Der
Dateiname lautete Falkenfels.jpg und das wurde automatisch übernommen. Nachträglich den Dateinamen zu ändern geht mit
meinen Rechten nicht.
Samstag, 6. März 2010
Für die Heimfahrt von Ingolstadt habe ich gestern ein paar Nebenstraßen benutzt. Wenn ich unterwegs bin und noch Zeit
habe, dann bin ich für kleine Extratouren gern zu haben, denn ab und zu entdecke ich am Straßenrand dann etwas, was
mich interessiert. Das kann ein lohnenswertes Fotomotiv sein oder ein Gebäude. Beinahe wäre ich dann an St. Leonhard
in Tholbath vorbeigefahren. Zumindest rein äusserlich hat der beinahe unvermeidliche Barock noch nicht allzuviel
angerichtet, nur ein Fenster und die Turmspitze fallen in diese Periode. Die romanischen Figuren sind gut erhalten, auch
das Portal und die Apsis sind echt sehenswert. Im Inneren soll ein römischer Grabstein eingemauert sein, habe ich
gerade gelesen. Ob das stimmt kann ich nicht sagen, ich stand vor verschlossenen Türen.
EDIT_ Zur Erklärung des Dorfnamens "Tholbath" konnte ich übrigens leider weder im Web noch im "Lexikon bayerischer
Ortsnamen" eine Erklärung finden.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Weil es tatsächlich im Web keine Aufnahmen vom Inneren des "Blauen Schloss" in Obernzenn gibt, stelle ich hier noch
ein paar ein. Wie schon gesagt, es sind nicht besonders gute Fotos und auch schon ein paar Jahre alt.
Aufgenommen habe ich diese mit einer EasyShare CX7220 Zoom. Die Auflösung war glaube ich zwei Megapixel und der Blitz
auch nicht so füllend. Daher musse ich die Aufnahmen der Schlossräumlichkeiten kräftig nachbeabeiten. Das Pixelige
war trotzdem nicht ganz wegzubekommen, vor allem bei Gegenlicht wie hier beim Punksaal.
Die Besitzer des Schlosses sind heute noch die Freiherren von Seckendorff, die zu ihren besten Zeiten von Obernzenn ein
Herrschaftsgebiet von 40qkm "regierten". Ein "Ministaat", wie in Wikipedia zu lesen, war es trotzdem nicht, auch wenn
die Seckendorff das vehement angestrebt hatten.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auflösen, warum es "Blaues Schloss" heisst: Ganz einfach, weil es auch ein
"Rotes Schloss" gibt, das genau daneben auf einer ehemaligen Wasserburg errichtet wurde.
Montag, 16. März 2009
Die Vorbereitungen für das Frühlingsfest in Nürnberg laufen bereits auf Hochtouren. Das Frühlingsfest geht zwischen
dem 11.04. und 26.04.2009 am Duzendteich über die Bühne. Im Hintergrund die Kongresshalle,
Teil des gigantischen, nie vollendeten Reichsparteitagsgeländes der Nazionalsozialisten.
Sonntag, 15. März 2009
Der Wetterbericht hat mich heute ein klein wenig ausgetrickst: Sonne sollte es geben, statt dessen nur grauer Himmel.
Aber es gibt kein unpassendes Wetter, nur unpassende Motive. Auf dem Foto die nicht mehr fertiggestellte Kongresshalle
auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
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Lesermeinung
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]
Mi, 03.08.2011 19:43
Hallo, irgendwie erinnert mich das an die letzte Woche, wo i ch auch mal meine Ablage, Schr eibtisch und Regal aufge [...]
Di, 05.07.2011 19:58
Freischwimmer auf der Autobahn !