Mittwoch, 5. November 2008
Lesenswert, der Kommentar von Henrik Müller im aktuellen manager magazins (11/2008). Müller, bekennender Freund der
USA schreibt, nachdem er sich mit den Schuldenstand und den laufenden Ausgaben der Noch-Weltmacht auseinander gesetzt
hat ...
Werden Amerikas
Financiers - China, die Golftsaaten (das Überschussland Deutschland hat vor allem Kapital in die EU exportiert) -
all das bezahlen wollen? Zumindest zweifelhaft. Ihr eigenes exportgetriebenes Wachstum können sie damit jedenfalls
nicht mehr finanzieren. Inzwischen ist es sogar denkbar, dass beispielsweise die chinesische Führung den Stecker zieht,
ihre Billionen Dollar-Reserven abschreibt und die wankende Weltmacht zum Kippen bringt.
Meine Worte seit Monaten. Die chinesische Volkswirtschaft
würde den Rückwärtsgang einlegen, auch
und gerade wenn es zu dem Szenario der Regionalisierung kommt, das Müller beschreibt:
In Asien kursieren inzwischen Überlegungen, China, Japan, Korea und andere Länder zu integrieren, sich
vom US-Dollar abzukoppeln und einen supranationalen Geldstandard zu schaffen.
Chinas Wirtschaftswachstum war bisher sehr eng mit der künstlich abgewerteten Landeswährung geknüpft. Auch diese
wichtige Stütze würde wegbrechen, nach dem Exportmarkt USA. China würde wieder auf Normalmaß schrumpfen. Für mich
ein Grund zur Freude, wenn sich diese Wettbewerbsverzerrung in Wohlgefallen auflösen würde.
Freitag, 10. Oktober 2008
Die Spirale dreht sich. Ich möchte hier nur die Highlight zur Finanzkrise
aus meiner Sicht wiedergeben. Der Börsengang der Bahn AG ist einen Einzelartikel wert, aber dazu brauche ich etwas mehr
Zeit, als ich momentan aufbringen kann.
- Die USA möchten die Banken verstaatlichen, also in ein wenig verschärfter Form das Wiederholen, was in
Queen's Land vor zwei Tagen geschehen ist
- Finanzminister Steinbrück schließt vorerst eine Verstaatlichung aus, zumindest bist die erste Bank bettelt.
Ausserdem sehen wir am Gebaren der Staatsbanken in Deutschland, dass es dadurch nicht besser werden muss.
- Britische Kommunen haben anscheinend mehrere hundert Millionen Pfund bei isländischen Banken gebunkert.
- Die öffentliche Hand ist in UK anscheinend so
gierig dumm wie einige Anleger aus Deutschland, die sich für
Schlau hielten und bei der größten isländischen Bank hohen Zinsen kassieren wollten.
- Die größte isländische Bank wurde gestern auf Basis der Notstandsgesetze verstaatlicht, genau wie die Bank Nr. 2
und Nr.3, aber nicht so soft wie in UK.
- Mir fehlen die irren Iren, die ihren Glücksklee bei den Isländern vor dem Bankendomino im eigenen Land in
Sicherheit bringen wollten. ich weiss dass da größere Summen im guten Hundertmillionen-Bereich von Insel zu Insel
geflossen sind
- Vielleicht warten die Iren auf den morgigen Zwischenbericht zum Lehman Brothers & Desasters und hoffen, es fällt
bei so vielen Wegklagen nicht auf.
- Sucht mal nach Lehmann Brother bei Google. Die Aasgeier sind schon
da.
Damit ihr Euch schon einmal an die anstehende Inflation gewöhnen könnt, habe ich als Foto einen Scan einer
Reichsbanknote aus dem Jahr 1922 als Bebilderung verwendet. Ich kann nicht sagen, ob man es gut lesen kann, aber es
zeigt recht schön eine perfide Strategie der Zentralbank:
Vom Januar 1923 kann diese Banknote aufgerufen und unter Umtausch gegen andere gesetzliche Zahlungsmittel
eingezogen werden.
Berlin, den 7. Juli 1922
Es werden schon mal Scheine ausgeben, die dann am Einlösetag inflationsbereinigt auf Grund der Größe nicht einmal
als Klopapier einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden können.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Klein-USA wird noch zum echten Einkaufsparadies, nach dem ersten Bank-Zusammenbruch, wenn die Regierung der Königin
versuchen wird die Pavianärsche der
Spekulanten zu retten und feststellt, dass Dank der Privatisierungsorgien kein Tafelsilber mehr zu verscherbeln da
ist und die Staatsverschuldung potentiell zu den großspurigen Sicherungsversprechen steigt. Wie wäre es mit einen echt
billigen Aston Martin? Einer richtig hippen Wohnung in den Docks zum Schnäppchenpreis? Der ehemalige Besitzer, ein
Investment Banker, ist Unbekannt verzogen.
Wenn dann ie ganzen Analysten panisch nach einer Fluchtwährung suchen und doch einmal einen genaueren Blick auf den
Herausgeber des Dollar werfen, sich den Bundeshaushalt der USA anschauen, davon erschreckt den der Einzelstaaten, dann
werden sie feststellen, dass God's own Country faktisch pleite ist. Dann wird China lieber einen Totalausfall
in Kauf nehmen, statt wie aktuell den Dollar künstlich zu stützen. Mal schauen wie die Flugpreise nach NY bis dahin
sind, ein bisserl Luxusklamotten und nebenbei ein WebZwoNull-Klitschen kaufen ...
EDIT_ Mein lieber
Halb-Kollege glaubt wegen der Spekulationsblase an eine Dollarerholung. Mein Gott, glauben darf man ja...
EDIT_2 Schnäppchenjäger können schon mal auf ebay schauen, wie der Markt funktioniert. Ich meine in diesem Fall
jetzt nicht den Verfall des Pfund, sondern, die Wirkung von Angebot und Nachfrage: Wer sein Haus verkaufen und in eine
Mitwohnung ziehen muss, der wird einiges an übrigen Edelplunder haben, Möbel, Klamotten, Schmuck, Zweitwagen ...
Ich will diesen Tag einfach mit einem freundlicheren Bild Starten. Sommer, Sonne und ein wenig Postkarten-Idylle im
Oberpfälzer Wald. Die romanische Kirche von Perschen könnte auch in Irland stehen, wobei ich dann schon bei der
unangenehmen Finanzwetterlage angelangt bin. Bei den irischen Banken herrscht gerade Ausverkauft, aber ich bin guten
Mutes, dass eher die Pfunde wackeln: Die Royal Bank of Scotland ist ein heisser Kandidat, der das Bankendomino im
Vereinigten Königreich einleitet.
ORF: Marktgerüchte über angebliche Liquiditätsengpässe bei führenden britischen Banken haben die
Aktien der Royal Bank of Scotland Group (RBS) heute erneut abstürzen lassen. Die Aktien sanken auf den tiefsten Stand
seit 13 Jahren, bevor sie vom Handel ausgesetzt wurden. Vielleicht erhalten die Liebhaber von geschmacklosen
Fisch mit labbrigen Pommes schneller den Euro als sie God save the Queen singen können.
Und ich halte auch meine Prognose aufrecht, dass die Volkswirtschaft in der Volksrepublik China noch diesen Jahr einen
echten Bauchplatscher in ein leeres Schwimmbecken machen wird, auch wenn SPIEGEL noch (!) in die Lobby-Chöre
einstimmt.
Trotz der enttäuschenden Börsenperformance hoffen viele Beobachter darauf, dass Chinas Realwirtschaft
dank einer wachsenden Binnennachfrage einen Teil der weltweiten Nachfrageprobleme abfedern kann. Hä? Was
hat bitte die Börse mit Realwirtschaft zu tun. Fakt ist, dass die roten Barone ihre verseuchten Lebensmittel, giftigen
Spielsachen, lebensgefährlichen Autos und all den anderen Plunder zu großen Teilen in die USA verramscht haben. Die
Amis haben sich dafür gerächt, indem sie den Chinesen dafür mit toten Präsidenten bedrucktes Papier gegeben haben.
Jetzt sitzen die Chinesen auf jede Menge Dollar. Beinahe die ganzen Devisenreserven bestehen aus Dollar. Dumm nur, dass
der ehemaligen Leitwährung keine gute Zukunft vorausgesagt werden kann ...
... apropos Dollar: Das korrupte Saudi-Regime sitzt auch auf jede Menge Dollar, deren Wert sich recht schnell
verflüchtigen kann. Und die Zentralbank muss gerade einen Liquiditätsengpass zugeben. Ein wenig an der Zinsschraube
drehen geht nicht, da ist die Inflationsrate schon deutlich zu hoch. Kommt noch die hohe Unzufriedenheit mit dem Regime
im eigenen Land ... Ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen, aber wir könnten uns nach Preisen von 100 Euro pro
Barrel sehnen, wenn im größten arabischen Staat eine Revolte ausbricht ...
Dienstag, 7. Oktober 2008
Es gibt eine einfache Erklärung dafür, warum Hooters mit seinen Girls in Deutschland keinen Stich macht, die Kultur.
USA: Ein wohlgeformter Nippel im TV löst in God's own Country schon eine halbe Staatskrise aus. Und um schon
in jungen Jahren moralisch auf solche Eventualitäten (inklusive unbefleckte Empfängnis) vorbereitet zu sein, dürfen
12jährige derweilen schon einmal Selbstverteidigung mit halbautomatischen Waffen einüben.
Deutschland: Hier in Deutschland sehen die Kids ihren ersten Porno mit 12 und haben dann
mit 14 ihren ersten Gang Bang (natürlich gefilmt mit dem Handy, zum rumzeigen!) hinter sich. Mehr Haut gibt es doch
hierzulande in jeder Dorfdisco zu sehen und blickdichte Strumpfhosen turnen einfach ab.
EDIT_ Thomas, ich glaube die Papiertücher rechts im Bild werden zwar
zum Händesaubermachen verwendet, aber nach oder während dem Rippchen-Verputzen und nicht was Du dachtest.
Ich war gerade auf Recherche nach Bildern von Hooters Girls, weil ich weiss was ich meinen Lesern schuldig bin.
Aufhänger war ein Bericht über den etwas lauen
Start des us-amerikanischen Bier-Kulturträgers in Bochum. Wie eigentlich immer, findet sich bei Wikipedia Bildmaterial,
auch wenn ich mir gerade in diesem speziellen Fall etwas knackigeres gewünscht hätte.
Das Foto mit den Hooters beim Signieren von Pin-Up-Kalendern ist halbwegs brauchbar, transportiert es doch den Spirit
of the Company - wie es wohl eine WebZwoNulle ausrücken würde. Noch schnell ein Blick auf die Lizenzbedingungen ...
... es gibt langweiligere Tätigkeiten während der Dienstzeit.
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Lesermeinung
Mo, 09.04.2012 11:32
Ups - 2-3 Jahre sind vorbei un d die Piraten sind mehr als je in den Medien vertreten. A ber... man kann sich ja [...]
Sa, 17.03.2012 09:26
sind echt super fotos und ich bin sehr überrascht, dass du a uf so kleine details eingehst. echt klasse!
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]