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Samstag, 30. Januar 2010

Liebes Manager Magazin, ab und zu sind wir zwar anderer Meinung, aber ich lese Dich gerne, denn Du argumentierst meist
fundiert und ein sachlicher Streit darf in einer guten Beziehung schon einmal sein. Manche Artikel sind allerdings so
schwer zu ertragen wie das Genörgle der größten Zicke am schlimmsten Tag der Periode. In der aktuellen Ausgabe ist
wieder so einer: Auf der Titelseite wird man mit Facebook: Der Krieg im Internet eskaliert richtig heiss gemacht,
um dann, wenn es zur Sache geht, mit einer Abfolge von journalistischen Peinlichkeiten in die Flucht geschlagen zu
werden.
"Besuch, wissen Sie", sagt Debbie Frost, eine Engländerin Mitte 30, die früher für den Gegner, sprich Google,
tätig war, inzwischen aber Zuckerbergs Sprecherin ist beziehungsweise seines Unternehmens, das in die Höhe
emporgeblüht ist und sich nach allen Seiten prachtvoll entfaltet hat.
Wären da nicht noch ein paar Grafiken, deren Datengrundlage die Facebook-PR-Abteilung zugeliefert hat, ich hätte fast
geglaubt, mich in einen Rosamunde-Pilcher-Roman verirrt zu haben. Also liebes Manager Magazin, wenn Du das nächste Mal
wieder die Reiseschecks ausstellst, bitte auch auf die jeweilige Fachkompetenz der Autoren achten, dann klappt es auch
wieder mit der Qualität.
EDIT_ 167 FB-Freunde in nicht einmal zwei Wochen (s.o.). Geschätzte 85 Prozent davon sind inaktiv, zählen aber
natürlich trotzdem in der gezuckerten Statistik.
Freitag, 18. Dezember 2009
Gestern habe ich schon dazu
tendiert zu schreiben, dass Robert Basic nun wahrscheinlich auch bald seinen Twitter-Account versteigern wird, heute
holt mich diese Surrealität ein. War ich noch versucht den Käufern seines Blogs die Hand zum
Fiebertest auf die Stirn zu legen, so würde ich mir den Erwerber des Twitter-Accounts nur durch eine dicke Glasscheibe
ansehen. Wer so etwas macht, der hat etwas viel Furchtbareres im Blutkreislauf als den Schweinegrippe-Virus.
Weil es bei Basic inzwischen schon Perlen vor die Säue geworfen ist, spare ich mir das Gehirnschmalz, einen Schlußsatz
mit den Wörtern "Twitter", "Bordsteinschwalbe" und den Kommentar "Robert Basic mutiert langsam zur Social-Media-Nutte"
zu basteln.
EDIT_ Er hat noch einen WOW-Blog, glaub ich. Da hätte ich eventuell Interesse ...
Donnerstag, 17. Dezember 2009
GDI IMPULS gehört zu den wenigen Magazinen, die ich im mir als Abo leiste. Die Artikel sind lesenswert, auch wenn man
nicht mit immer im Meinungsgleichschritt mit den Autoren gehen muss. Lesenswert ist auch das Interview mit dem
begnadeten Selbstdarsteller Robert Basic. Was Basic da von sich gibt verrät viel, in welcher Gedankenwelt doch er
und seine Jünger leben und wie weit sie sich vom echten Leben verabschiedet haben. Er spricht über sein Projekt
Buzzriders, das nach seiner Aussage etwas ganz Neues werden wird, ja sogar mit Google und Yahoo in Konkurrenz treten
soll. Große Ziele darf jeder haben, irreale Träume auch, das macht mir einen Menschen nicht unsympathisch. Die
Gründe, warum ich persönlich mit Basic nicht in einem Zugabteil sitzen möchte, liegt schlicht an seinen Aussagen, die
furchtbar intelligent wirken sollen, aber m.E. nicht einmal zur Worthülse taugen. Die ersten sechs Zeilen des
Interviews haben mir im Grunde schon gereicht ...
Herr Basic, Sie waren der meistgelesene Blogger im deutschen Sprachraum. Jetzt sind Sie
der unverstandene Unternehmensgründer. Ein Fortschritt?
Da gehts schon los mit dem Unverständnis. Ich bin kein Unternehmensgründer. ich
mache ein Start-up. Also eigentlich zwei Start-ups. Aber kein Unternehmen.
Die ganze Welt versteht Robert Basic nicht, den Nicht-Unternehmensgründer, der im Laufe des Interviews dann doch aufs
Geldverdienen zu sprechen kommt. Basic, der Unverstandene, der auch in seiner Heimatstadt Usingen nach eigener Aussage
"nie angekommen" ist. Vielleicht liegt es daran, dass er sich selbst dauernd als Freak bezeichnet. Vielleicht auch
daran, dass er sich in der "realen Community" Usingen einfach nicht zurecht findet, die man eben nicht so leicht wie in
der digitalen Welt ändern kann, wo einem Facebook-Freunde im Mausklick-Tempo zufliegen. Wie ich Eingangs schrieb, das
Interview verrät viel über RB.
"Ich weigere mich, Bücher zu lesen. Ich bin ein Chaot und
will es auch bleiben."
Solche Aussagen erinnern mich an schwer erziehbare Kinder an sonderpädagogischen Bildungseinrichtungen, also einem
Personenkreis, der normalerweise nicht in GDI IMPULSE zu Wort kommt. Nur schade, dass Basic-Jünger und ihresgleichen
kein gedrucktes Medium anfassen. Schwarz auf Weiss liest sich manches Wort, das auf Twitter noch so cool wirkt, dann
doch einfach nur dumm.
Sonntag, 30. August 2009
Am Montag startet der Linkbait des Jahres und stand
irgendwie auf der Liste des bunt zusammen gewürfelten SEO-Haufens (wobei manche auf der Liste sind, die keine SEO sind,
auch nach Selbstdefinition). Weil ich den Initiator kenne, habe ich auch brav die für den Linkbait anscheinend
benötigten Daten brav abgeliefert und hoffe, dass nicht wieder irgendwelche Rang-Listen "Wer ist der beste SEO?"
herauskommen, weil das Mist ist.
Aber um der Überschrift genüge zu tun und die mitlesenden SEO nicht auf die Folter zu spannen .... mein SEO-Geheimnis
ist die Extraportion Sonnenenergie, die die Mischung ausmacht; ansonsten nutze ich nur das Übliche, das schon die
Alchemisten im Mittelalter als Grundelemente kannten und auf dem Foto zu sehen ist: Wasser, Erde, Luft und Feuer.
EDIT_ Bei dieser Gelegenheit ein großes Kompliment an die Fotografin, die die vier Grundelemente so phantastisch
eingefangen hat und der Hinweis, dass sich glücklich nennen darf, wer die obigen Zeilen nicht versteht.
Der STERN macht seine Communitys Augenzeuge und TausendReporter dicht. Noch immer gibt es kein Geschäftsmodell zur
Monetarisierung von Communitys, das wirklich läuft - ganz wenige Ausnahmen abgesehen. Facebook ist keine solche
Ausnahme, dort spielt man auf TBTF (To Big To Fail) ... Das hat GM auch gedacht und hofft nun darauf, dass die Bürger
mit ihren Steuern den Größenwahn wie Unfähigkeit des Managements ausbügeln. Die Macher von Facebook haben aber diese
Option garantiert nicht.
Ach ja ... gibt es Neuigkeiten von StudiVZ? Es ist so unheimlich ruhig geworden um die (geschätzte) 180 Millionen Euro
Investition von Holtzbrinck.
Samstag, 29. August 2009
Mancher lebt von seinem Namen, Prinzen aus dem ehemaligen Hochadel beispielsweise. Aber auch manche Orte geht es wegen
ihres Namens recht gut, St. Moritz beispielsweise, dessen Hotelhochausbauten ich alles andere als schön empfinde;
Immerhin hat der Weg dorthin eine tolle Cabrio-Strecke zu bieten. Man lebt eher vom Mythos drum herum.
Mythos hat immer etwas mit Unwissenheit zu tun, mit Nicht-Bescheid-Wissen. So kommt es mir auch vor, wenn viele
Experten von Social Media Marketing (SMM) reden. Die eine Hälfte des SMM funktioniert nicht, die andere Hälfte ist
nicht neu.
Twitter? Lachhaft, hier gibt es nicht einmal verlässliche Nutzerzahlen. Facebook? Wer mir hier belegbare Erfolge
vorlegen kann, die auch nachhaltig sind, bekommt einen Kuss (gut, wenn das zu abschreckend ist, lasse ich diese
Freudesbekundung auch gerne weg). Linkbait? In den USA nur in Zusammenhang mit SEO interessant, in Europa steht das in
keinem Verhältnis zum Aufwand. Ach, ein Beispiel gefällig? Gerne: Jetzt nimmt sich bitte jeder 1 Minute Zeit und nennt
mir ohne Nachzuschlagen die beworbene Inselgruppe bei der Aktion ... "Der beste Job der Welt". Mhmmm ... Das, was bei
Social Media Marketing funktioniert, das war schon immer da und ging auch schon immer: Cross Selling beispielsweise oder
klassisch die Public Relations, wobei bei Letzterem eher mehr das Monitoring in den Vordergrund rückt.
Ach wie gut erinnere ich mich an die SMM-Jünger, die von Second Life schwärmten (als Mercedes ein paar Millionen
Spielgeld in diesem digitalem Nirvana versenkte) oder von MySpace (das vom Eigentümer schon heimlich abgeschrieben
wird). YIGG sollte das deutsche DIGG (nicht einmal das us-amerikanische Vorbild kennen die meisten hierzulande) werden
... Namen der Propheten? Gerne, denn das Web vergisst nie und daher sind die Aussagen belegbar ... Oder doch nicht,
jetzt noch nicht, denn das könnte für manche Gurus dann doch so fein peinlich werden, als dass man diese Gelegenheit
in einem Blogpost verschwenden sollte.
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Lesermeinung
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]
Mi, 03.08.2011 19:43
Hallo, irgendwie erinnert mich das an die letzte Woche, wo i ch auch mal meine Ablage, Schr eibtisch und Regal aufge [...]
Di, 05.07.2011 19:58
Freischwimmer auf der Autobahn !