Nein, mit der Überschrift spiele ich nicht auf die alles andere als rosige Zukunft der Financial Times Deutschland an,
sondern auf den Simplifizierer Nils Jacobsen, der auf der ansonsten durchaus gelungenen Medienplattform Meedia schreiben
darf. Ich denke, die Artikel dieses Wirtschaftsjournalisten muss ich hier an dieser Stelle begleiten, zu schön passen
seine Ausführungen ins Klischee.
Nehmen wir den Artikel
New York Times: About.com vor Verkauf?. Herr Jacobsen
rechnet hier ganz einfach ... das aktuelle Quartalsergebnis multipliziert mit vier, die Gesamtsumme mal zehn und dann
kommt er ungefähr auf die Kaufsumme von etwas über 400 Millionen, die About.com der New York Times Company
ursprünglich (im Jahr 2005) gekostet hat. Prima. Das Investment hat sich nach seiner Meinung in zehn Jahren voll
finanziert.
So, so ... der Wirtschaftsjournalist Jacobsen. Nun sollte man den kleinen Unterschied kennen, was Ertrag und Gewinn
angeht. Vielleicht sollte er sich bei unserer Brutto-Netto-Merkel erkundigen, die müsste das inzwischen wissen. Aber
lassen wir solche Details. Bei jemanden, der seinen
Blog mit Dollarzeichen schmückt, sehe ich
einmal über solche Kleinigkeiten hinweg. Vernachlässigen wir auch, dass man nicht von einen Quartalsergebnis auf die
kommenden 39 anderen schließen kann, besonders wenn dieses eine in der Hochphase der Online-Werbung (der einzigen
Einnahmequelle) liegt und vor uns das wirtschaftliche Wetter eher herbstlich daher kommt. Weg mit solch störenden
Faktoren aus der Analyse.
Versuchen wir es ohne wirtschaftliche Grundkenntnisse mit gesunden Menschenverstand: Nehmen wir an, ich hätte Herrn
Jacobsen vor zehn Jahren 20.000 Mark geliehen. Da hätte man noch einen mittelklassigen Alfa Romeo dafür bekommen.
Heute gibt er mit 10.000 Euro zurück. Wenn ich mit Bargeld bei einem Autohändler aufkreuze, bekomme ich dafür
eventuell einen neuen Smart ForTwo. Was ist passiert? Oh, so etwas wie Geldentwertung ... stimmt. So etwas sollte man
berücksichtigen. Wir haben noch nicht einmal einbezogen, dass sich Kapital verzinst, dass man Zinsen zahlen muss, wenn
man das Geld für eine Anschaffung nicht hat, wie eben die NYT Company ...
Wenn jetzt die FTD nicht gerade den Bach runter gehen würde, könnte man Herrn Jacobsen mit seiner Kompetenz glatt
einen Wechsel ans Herz legen.
EDIT_ Das Foto habe ich gewählt, weil es die wirtschaftliche Situation so schön spiegelt. Warme Sonne im Herbst, vor
dem kalten Winter. Das Wasser im Weiher wird zuerst langsam weniger, bis plötzlich der Boden zu sehen ist. Genau so
schwinden momentan die Unternehmensgewinne.
Lesermeinung
Mo, 09.04.2012 11:32
Ups - 2-3 Jahre sind vorbei un d die Piraten sind mehr als je in den Medien vertreten. A ber... man kann sich ja [...]
Sa, 17.03.2012 09:26
sind echt super fotos und ich bin sehr überrascht, dass du a uf so kleine details eingehst. echt klasse!
Sa, 19.11.2011 17:48
Hallo Matthias bin grad per zufall über dein bild gestolp ert weil ich auf der suche nac h bildern vom zwangsarbe [...]
Fr, 07.10.2011 03:27
Hallo Siegfried, ich schicke e s Dir zu.
Mo, 03.10.2011 12:16
Hallo Matthias, als ehemalige r Schüler des GMG habe ich bei der Vilslaus mitgearbeitet. I ch bin mir jedoch nicht [...]
Fr, 23.09.2011 09:25
Nach Lektüre der Artikel Ihrer Herren deckers und Bahners zu m Thema Kirche habe ich für m ich beschlossen, Ihre Ze [...]